Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene im Alter von  3 bis 21 Jahren.  Mit in der Praxis arbeiten zudem mehrere Ausbildungsassistentinnen, die ebenfalls Therapien durchführen.

Im Kindergartenalter arbeite ich seit Jahren besonders viel mit Kindern mit mutistischen Störungen, also mit Kindern, die sich in ausgewählten Situationen nicht trauen zu sprechen. Weiterhin kommen Kindergartenkinder häufig, wenn sie Verhaltensweisen zeigen, die sie oder das Umfeld im Alltag beeinträchtigen oder wenn sie eine Schwierigkeit haben, die gelöst werden soll und bei der sie Unterstützung benötigen. Dies können aggressive Verhaltensweisen sein, übermäßige Stimulationen oder auch Rückzugsverhalten. Auch das Einnässen und Einkoten ist häufig ein Vorstellungsgrund und sollte ab einem bestimmten Alter behandelt werden. Findet ihr Kind keinen Anschluss oder kommt mit den Erzieherinnen nicht klar? Entwickelt Ihr Kind sich nicht altersentsprechend und Sie machen sich Sorgen um Ihre Tochter oder Ihren Sohn? Gerne schauen wir gemeinsam nach möglichen Ursachen und ob eine Psychotherapie hilfreich sein könnte.

Angsterkrankungen kommen oft im Kindergartenalter erstmals zum Vorschein und persistieren in das Grundschulalter hinein. Häufig handelt es sich um Trennungsängste, soziale Ängste, spezifische Ängste vor bestimmten Dingen oder Situationen (Spinnen, Spritzen, Erbrechen, Fahrstühle, große Plätze, Leistungsanforderungen etc.). Ängste zeigen sich oft u.a. auch durch Weinerlichkeit, Ein- und Durchschlafstörungen und Vermeidungsverhalten.

Weiterhin treten in diesem Alter auch häufig Auffälligkeiten in der Konzentration oder im Sozialverhalten in den Vordergrund. Auch depressive Erkrankungen finden sich bereits in der Kindheit. Pflegekinder setzen sich häufig mit ihrer Biografie auseinander und geraten in emotionale Nöte, die in einer Therapie bearbeitet werden.

Essstörungen beginnen meist in der Kindheit oder Jugend und sollten zeitnah behandelt werden da ihr Behandlugserfolg maßgeblich vom frühen Beginn abhängt.

Im Jugendalter zeigen sich zunehmend auch Erkrankungen, die bis in das Erwachsenenalter hineinreichen. Neben Ängsten, depressiven Erkrankungen und Reaktionen auf schwere Belastungen finden sich nun auch Erkrankungen, die das Erwachsenenleben massiv beeinträchtigen können. Als Beispiele sind hier Zwangserkrankungen oder dissoziative Störungen zu nennen.

Zudem kann in der Praxis die Diagnostik von Autismus-Spektrums-Störungen angeboten werden. Eine mögliche Therapie findet  nicht in unserer Praxis statt sondern in speziellen Autismuszentren da sie im Gegensatz zur Diagnostik keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist.  Dennoch ist es sinnvoll, die oft langen Wartezeiten durch eine rechtzeitige Diagnostik abzukürzen um insbesondere im Jugendhilfebereich/ schulischen Bereich zeitnah die entsprechenden Hilfen mit unserer Unterstützung in die Wege zu leiten. Dies könnte zum Beispiel das Initiieren einer Schulbegleitung sein.

Im Rahmen der Diagnostik kommen oft verschiedene Methoden zum Einsatz und ich bespreche bei Bedarf mit Ihnen, ob auch zusätzlich eine Belastung durch eine Teilleistungsstörung (LRS, Dyskalkulie) vorliegen könnte und entsprechende Hilfen eingeleitet werden sollten. Die dafür notwendigen Tests werden regulär mit der Krankenkasse abgerechnet. Bitte beachten sie aber: Keine Kassenleistung ist es, wenn Sie lediglich feststellen lassen möchten, ob Ihr Kind eine LRS oder Dyskalkulie hat, es ansonsten gute Leistungen in den übrigen Fächern erbringt und keine emotionalen oder Verhaltensauffälligkeiten hat, auch die Konzentration unauffällig ist und Sie keinen Therapiebedarf für Ihr Kind vermuten. Wenn es also alleinig um die Feststellung einer LRS/ Dyskalkulie geht, ist die Schule Ihres Kindes der richtige Ansprechpartner, auch wenn leider  Schulen vereinzelt versuchen, sich von dieser Aufgabe entgegen gesetzlicher Vorgaben zu befreien und an Praxen verweisen.

Ich biete Psychotherapie als Einzeltherapie an. Ergänzend oder auch ausschließlich kann – je nach Indikation –  eine Behandlung im Rahmen einer Kleingruppe von bis zu acht Kindern bzw. Jugendlichen angeboten werden. Aufgrund des Teams, in welchem wir in der Praxis arbeiten, ist die Teilnahme in der Gruppenpsychotherapie in der Regel zeitnah möglich, für Einzelpsychotherapie am Nachmittag gibt es nach Abschluss der Diagnostik häufig Wartezeiten von 4 – 12 Wochen.

Mir ist es wichtig, zumindest einen Erstkontakt zeitnah anzubieten. Deswegen stelle ich für Erstgespräche diverse zusätzliche Termine, in der Regel vormittags, zur Verfügung. Oft kann in diesem schon geklärt werden, ob Sie/Du bei einem Psychotherapeuten überhaupt richtig sind/ bist.

Gerne arbeite ich mit Familien  mit Kindern und Jugendlichen, die in Jugendhilfeeinrichtungen oder in Pflegefamilien leben bzw. von diesen betreut werden. Aus diesem Grund biete ich bereits seit 2019 eine Videosprechstunde an, in welchem unter anderem Gespräche mit (weiter entfernten) Bezugspersonen geführt werden können.